Wie habe ich bei meiner Partnersuche wirklich Erfolg?

Kann es sein, dass ich mich immer in den Falschen oder die Falsche verliebe? Wieso habe ich bei der Suche nach einem Partner einfach keinen Erfolg? Hast Du Dir diese Fragen so oder so ähnlich auch schon öfter einmal gestellt? Dabei muss es noch gar nicht einmal die Partnerin oder der Partner mit den falschen Eigenschaften sein, in den oder die Du dich verliebst. So mancher verliebt sich oft ganz einfach in eine Person, die unerreichbar scheint, weil sie schon vergeben ist. Oder derjenige hat einfach kein Interesse an Dir … Hier haben wir eine gute Nachricht für Dich, denn mit diesem Problem bist Du nicht allein auf der Welt. Und: Genau dieses Problem kann man mit ein wenig Selbstreflexion lösen.

Wie habe ich bei meiner Partnersuche wirklich Erfolg?

Was kann ich also tun, wenn ich mich immer unglücklich verliebe?

Zunächst einmal musst Du erkennen, wo genau das Problem eigentlich liegt. Du verliebst Dich ständig in eine Person, die schon vergeben ist? Oder Du verliebst Dich meistens in jemanden, der unerreichbar für Dich ist, weil er oder sie weit entfernt lebt? Dann kann es ganz einfach sein, dass es für Dich purer Selbstschutz ist, denn die Unerreichbarkeit des anderen ist der beste Schutz vor einer festen Beziehung, in die man sich aus verschiedenen Gründen gar nicht einlassen kann. Und es ist eine wunderbare Rechtfertigung vor anderen, denn immerhin hättest Du ja so gerne eine feste Beziehung, aber Du verliebst Dich immer in die Falschen. Es ist ja so einfach und lässt sich mit immer wieder neuen Personen wunderbar inszenieren …

Merke:

Wer sich immer in den Falschen oder die Falsche verliebt, schützt sich selbst davor, überhaupt eine Partnerschaft eingehen zu müssen.

Wieso kann ich mich einfach nicht verlieben, auch wenn ich es noch so sehr versuche?

Kann es vielleicht sein, dass Du hier den einfachen Weg suchst? Denn ist es nicht viel einfacher, sich gar nicht erst zu verlieben? Was, wenn dann doch jemand kommt, der sich in Dich verliebt? Nun, dann hat derjenige ein Problem: Einfach nichts, aber auch gar nichts an ihm oder an ihr gefällt Dir. Die Art, sich zu kleiden oder zu schminken, seine oder ihre Freunde oder seine oder ihre Tischmanieren – einfach alles an diesem Menschen ist unpassend für Dich oder gar unerträglich und Du findest tausend Gründe, warum gerade dieser Mensch so unmöglich ist und Du ihn oder sie einfach nicht lieben kannst. Und das Tolle ist: Deine Umwelt wird ganz sicher von Dir glauben, dass Du einfach nur besonders hohe Ansprüche an den Partner oder die Partnerin stellst und der Richtige schon noch kommen wird. In Wahrheit aber ist Deine ständige Krittelei nur eine ganz sichere Bank, sich nicht verlieben zu müssen.

Was ist denn nun mein Problem?

Wenn Du Beziehungen ganz bewusst – oder auch unbewusst – meidest, kann es tatsächlich sein, dass Du eigentlich unter Verlustangst leidest. Denn ganz viele Menschen mit diesen Ängsten verlieben sich entweder in eine unerreichbare Person oder verlieben sich erst gar nicht, vor lauter Angst, den anderen zu verlieren und dann allein zurück zu bleiben. Hier wäre es klug zu hinterfragen, woher Deine Ängste kommen könnten. Hast Du vielleicht als Kind Probleme mit Deinen Eltern gehabt, weil Du ihren Ansprüchen nicht genügen konntest oder hattest Angst, dass eines Deiner Elternteile Dich wegen Krankheit oder seines Alters verlassen könnte? Hat Dich eine für Dich wichtige Bezugsperson gar tatsächlich verlassen, weil sie fortgegangen oder eventuell sogar verstorben ist? Es ist ganz wichtig, die eigene Angst zu hinterfragen und den Auslöser zu finden, damit Du Dein Verhalten in der Partnerwahl verstehen lernst.

Was ist denn nun mein Problem?

Ein Merksatz: Verstehen und überleben macht stark

Als Kind glaubt man oft, dass man es niemals überleben könnte, wenn ein geliebter Mensch, also einer der Großeltern oder Eltern, sterben würde. Später dann in der Pubertät glaubt man im ersten Liebeskummer selbst sterben zu müssen, wenn der geliebte Partner geht. In diesem Alter ist das völlig normal, denn die Kraft solche Dinge zu überstehen, bekommt man erst mit fortschreitender Lebenserfahrung. Sei also mutig und setze Dich mit Deinen Ängsten auseinander! Und ganz wichtig: Nimm Dir die Zeit zum Trauern! Die meisten Menschen versuchen, sich von ihrem Schmerz abzulenken, damit es nicht mehr so weh tut. Trauer aber mit all’ ihren Tränen und Schmerzen muss sein, damit das Erlebte verarbeitet werden kann. Nur so kannst Du Platz für Neues schaffen. Viele Tränen müssen vergossen werden, um loszulassen und Abschied zu nehmen. Hört sich nach Klugscheißerei an, ist aber eine alte Lebensweisheit…

Wie ist das genau: So richtig verliebt sein?

Wer sich so richtig verliebt hat, der spürt die berühmten „Schmetterlinge“ in seinem Bauch. Und wenn Du dieses Gefühl schon einmal erlebt hast, weißt Du auch, dass man lebt wie auf Droge – irgendwie nicht mehr richtig zurechnungsfähig, weil die Gedanken nur um den anderen kreisen. Ein wenig ist es tatsächlich so, denn die Stoffe, die ein verliebtes Gehirn freisetzt, haben Suchtpotential und das Gehirn reagiert fast so wie das eines Süchtigen. Während der akuten Phase der Verliebtheit ist es unmöglich, vernünftig zu planen oder realistisch abzuwägen. Verliebtheit ist also ein rauschartiger Ausnahmezustand: Es fühlt sich einfach toll an und in den meisten Fällen kannst Du Deine Verliebtheit auch in vollen Züge genießen.

So richtig verliebt sein

Was danach kommt: Der harte Boden der Realität

Leider ist es wirklich so: Jede noch so heiße Verliebtheitsphase klingt nach einer Weile ab – je nachdem so etwa nach 3 Monaten oder vielleicht auch nach 3 Jahren … Und die Landung auf dem Boden der Realität ist oft ganz schön hart – ganz sicher auch für Dich. Vielleicht hast Du geglaubt, den einen ganz perfekten Partner für Dich gefunden zu haben und nach einer Weile schlagen diese Gefühle der Sympathie ganz plötzlich in ihr Gegenteil um. Was ist passiert? Nun, ganz einfach: Der Gefühlsrausch mit all seinen Hormoncocktails in Deinem Gehirn hat nachgelassen und nun siehst Du den Partner mit den Augen der Realität. Mit all’ seinen Ecken und Kanten und seinen Macken, mit denen Du möglicherweise schwer leben kannst. Und schon denkst Du es wieder: Wieso verliebe ich mich bloß immer in den Falschen oder in die Falsche?

Was kann ich also tun, damit ich in meiner Verliebtheit keine Fehler mache?

Der gute Rat hier ist in der Tat wieder so trivial wie einfach: Triff auch in der größten Verliebtheit keine übereilten Entscheidungen und schalte Dein Gehirn ein, auch wenn es gerade schwer fällt. Natürlich darfst Du Deine Verliebtheit mit allen ihren rosa Wölkchen auskosten. Aber vor wichtigen Entscheidungen muss unbedingt eine Bedenkzeit drin sein, damit Du nicht wirklich auf dem harten Boden der Realität landest.

Merke:

Gute Entscheidungen werden in den meisten Fällen dann getroffen, wenn Herz und Verstand zusammenkommen!

Herz und Verstand kommen zusammen

Welche Merksätze gibt es also für mich, wenn ich so richtig verliebt bin?

Nochmal: In der akuten Phase der Verliebtheit soll man einfach keine schwerwiegenden Entscheidungen treffen. Das kann gut gehen, wird es in den meisten Fällen aber nicht. Hier kannst Du für Dich ein paar Regeln aufstellen, an die Du Dich dann halten kannst, wie zum Beispiel diese hier:

  • „Ich unterschreibe keine Verträge für und mit meinem Partner wie zum Beispiel Mietverträge, Eheverträge …“
  • „Ich mache keine Aussagen mit weitreichenden Konsequenzen wie: Ich möchte sofort mit dir zusammenziehen … ich möchte dich so schnell wie möglich heiraten … ich möchte ein Kind mit dir bekommen …“
  • „Ich mache in meiner großen Verliebtheit nicht den Fehler, meine Arbeitsstelle zu kündigen und für den neuen Partner in eine andere Stadt zu ziehen und meine Selbstständigkeit aufzugeben …“
  • „Ich leihe meinem Partner kein Geld oder gebe ihm oder ihr gar eine Bankvollmacht und ich leihe mir selbst auch kein Geld von ihm oder von ihr …“
  • „Ich versuche, meinen Freunden zuzuhören, wenn sie mir abraten, weil er oder sie nicht zu mir passen könnten. Zwar muss ich meinen neuen Partner oder meine Partnerin nicht sofort verlassen, denn ich kenne ihn oder sie ja besser, aber ich sehe schon genauer hin …“

Mach Dir vor allem bewusst, dass Du in einem absoluten Ausnahmezustand bist und behalte den Überblick. Ein paar einfache Regeln helfen Dir, einen klaren Kopf zu behalten und Deine Verliebtheit ohne Reue genießen zu können.

Wie ist denn nun das Fazit, wenn man Erfolg bei der Partnersuche haben möchte?

Wenn Du immer wieder das Gefühl hast, Dich in den falschen Partner oder die falsche Partnerin zu verlieben, hinterfrage ob Du nicht unbewusst in eine Verdrängungstaktik geraten bist, weil Du unter Verlustängsten leidest. Ein Mensch, der bewusst oder unbewusst immer wieder unter der Angst des Verlassenwerdens leidet, muss für sein Partnerglück leider mehr oder weniger an sich selbst arbeiten. Und diejenigen, die in den Rausch der Verliebtheit geraten sind und glauben, den passenden Partner fürs Leben gefunden zu haben? Glückwunsch, wenn das bei Dir so ist, kannst Du die Verliebtheit in vollen Zügen genießen, aber zieht nicht gleich zusammen, bekommt keine Kinder, kündigt nicht Euren Job oder heiratet vorschnell. Nutzt die Chance auf Verliebtheit und wartet eine Weile ab, bis der Verstand sich wieder zurück meldet. Und sehr wahrscheinlich ist es dann doch so, dass Du feststellst, wie gut Ihr wirklich zueinander passt und behältst diese erste Phase der Verliebtheit unbeschwert im Gedächtnis. Und möglicherweise hilft Dir diese Erinnerung an Unbeschwertheit und Verliebtheit genau dann einmal über schwierige Phasen der Partnerschaft hinweg. Wenn dann das Gefühl von Liebe und Zusammengehörigkeit bleibt, dann war es tatsächlich eine Partnersuche mit Erfolg.

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